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| Vincent van Gogh - Ein Leben in Leidenschaft von , ,
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Grosses Schaukino - grosse Schauspieler
• • • • • (bewertet mit 5 von 5 Punkten)
Dieser Film gehört zum grossen Schaukinorepertoire der 50er Jahre. Erzählt wird episodenhaft der Lebesweg des grossen Malers Vincent van Gogh, vom Hilfsprediger im flandrischen Kohlerevier bis zu seinem tragischen Ende in Südfrankreich. Sicherlich handelt es sich nicht um eine akribische Biografie, sondern um einen dem Erzählkino der 50er Jahre angepassten Bilderbogen.
Kirk Douglas stellt in dieser seiner vielleicht besten Rolle die Zerrissenheit, Besessenheit, Verletzlichkeit und Einsamkeit mit einer fesselden Intensität dar. Als Gegenpol hierzu verkörpert Antony Quinn den zeitweisen Freund und Weggefährten Gaugin mit enormer physischen Präsenz und wurde hierfür zurecht mit einem Oscar belohnt.
Die Haßliebe der beiden Maler, aber auch deren unverwechselbarer Malstil sind in einer kurzen Dialogszene genial charakterisiert: Gaugin: Du malst zu schnell Van Gogh: Du siehst zu schnell
Abgesehen von den den Darstellern lebt der Film vor allem von der hervorragenden Fotographie (Kamera Freddie Young; mit "Lawrence von Arabien" und "Dr. Schiwago" Meister seines Fachs). Die sehr farbenprächtigen Aufnahmen sind der Farbgebung van Goghs Bilder angepaßt, so wie auch die Sets den Szenen in den bekannten Bildern nachempfunden sind. Der Film zeigt, wie die Provence auf den Maler gewirkt haben muß, auch wenn gleißendes Licht und Mistral aus Jupiterlampen und Studioventilator kommen.
Das Bild wurde ganz offensichtlich sorgfältig restauriert, kein Dreck und keine Kratzer stören hier. Außerdem wird es - abweichend zum Verpackungstext - nicht in 16:9 sondern im vollen CinemaScope-Format 1:2,55 wiedergegeben, nicht wie in der Fernsehfassung, wo in den Dialogszenen zwischen van Gogh und Gaugin nur die Nasenspitzen zu sehen sind.
Wer sich durch den sehr treibenden kraftvollen Orchester-Soundtrack an Monumentalfilme wie "Ben Hur" erinnert fühlt, liegt richtig: Die Filmmusik stammt von Miklos Rozsa.
Daß es bis auf die paar Trailer keine Extras gibt, ist schade, hätten doch Dokumentationen über den Maler locker 10 DVDs füllen können. Trotzdem eine empfehlenswerte DVD.
Eine Rezension von Pino "Pino" >
vom 14. August 2009 | | | | | | | |
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